Camping

„Do laachs do dich kapott, dat nennt mr Cämping“ heisst es in Köln. Aber es gibt ein so unübersichtliches Angebot an HighTech Equipment, dass einem das Lachen vergehen möchte. Was brauchen wir wirklich unterwegs?

Auf unserer Köln-Singapur-Tour haben wir unsere komplette Camping-Ausrüstung nach Hause geschickt, als wir Süd-Ost-Asien erreicht hatten. Dort ist die Auswahl an günstigen Übernachtungsmöglichkeiten sehr gross und es gibt ausserdem kaum Möglichkeiten, sein Zelt irgendwo aufzuschlagen. Für Zentralasien haben wir das ganze Outdoor-Geraffel gar nicht erst mitgenommen. Also stellt sich diesmal grundsätzlich die Frage: Brauchen wir überhaupt Zelt & Co?

Für unser Afrika-Reise lautet die Anwort klar „Ja“. Wir sind gerne draussen in der Natur und wollen jederzeit überall ein Nachtlager aufschlagen können. Unsere alte Ausrüstung wird wohl eine weiteres Jahr nicht durchhalten und ist in Summe auch viel zu schwer. Somit bieter sich mir eine spannende Gelegenheit zu schauen, wie sich der Outdoormarkt weiter entwickelt hat. Und siehe da: Ultralight ist voll im Trend!

Schlafen

Als Motorradfahrer haben wir viel Gepäck dabei, das wir nachts nicht am Motorrad hängen lassen wollen. Auch die Bekleidung muss irgendwo verstaut werden. Eine grosse Zelt-Apside als „Gepäckraum“ ist deshalb für uns ein Muss. Weiterer Vorteil: man kann bei Regenwetter auch bequem darin kochen. Wir haben uns diesmal mit dem Nordisk Oppland 3 LW für den maximalen Komfort entschieden, d.h. viel Platz aber möglichst geringes Gewicht (knapp unter 2 kg).

Extrem begeistert bin ich von der aufblasbaren Isomatte Exped Synmat UL (Gewicht: ca. 600 g), die mit einer pfiffigen Packsack-Blasebalg-Lösung daher kommt. Manche Benutzer kritisieren, dass die Unterlage quietscht. Ich persönlich schlafe erstaunlich gut auf dem Luftbett.

Sehr schwer getan haben wir uns bei der Wahl des Schlafsacks. Für die warmen Nächte reicht ein leichtes Inlet von Cocoon. Der freundliche Veedels-Schneider hat mir noch einen Reissverschluss für die Füße reingenäht. An diversen Punkten unserer Tour kann es aber auch empfindlich kalt (siehe Klimatabelle von Armin und Tanja ) werden. Ich habe mich letzendlich zum Daunenschlafsack Exped Ultralite +3  (Gewicht: ca. 600 g) durchgerungen. Ich fand den Kaufpreis sehr hoch, ausschlaggebend war für mich das extrem kleine Packmass.

Kochen

Die grundsätzliche Entscheidung für einen Benzinkocher hat sich für uns in der Vergangenheit bewährt. Schließlich sollte man auf einer Motorradreise immer Treibstoff dabei haben. Da unser alter MSR Kocher ungemein viel Ruß entwickelt hat beim Kochen, sind wir nun auf den Primus Multifuel umgestiegen.

Bei der Auswahl des Kochgeschirrs ist es mir besonders schwer gefallen, akzeptablen Kompromiss zwischen Gewicht, Komfort und Preis zu finden. Nach langem Suchen kommt das Trangia Tundra ins Gepäck.

Sonstiges

Hier noch einige Kleinigkeiten, die mich wegen ihres geringen Gewichts angesprochen haben:

 

Schreibe einen Kommentar