Welcome to Egypt

Ramses Station Kairo

Vom Flugzeug aus sehen wir die ägyptische Küste auf uns zukommen. Nun ist es bis zur Landung in Kairo nur noch eine knappe halbe Stunde. Wir sind schon ziemlich aufgeregt, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird, obwohl Ägypten für uns kein Neuland darstellt.

In den letzten Tagen beschäftigten uns immer wieder die folgenden Fragen:

Wie bekommen wir unseren gewaltigen Gepäckberg von über 100 kg von Kairoer Flughafen ins Hotel und später nach Alexandria befördert?

Wird die Beantragung des Sudanvisum ohne Komplikationen von statten gehen?

Machen der Agent der Reederei und der für die Zollformalitäten beauftragte Fixer einen guten Job?

Und natürlich die Frage aller Fragen: Werden unsere Mopped heil in Alexandria eintreffen?

Hürde 1: Kairo Airport zum Hotel

Diese Hürde nehmen wir viel entspannter als erwartet. Bereits der Check In bei Aegan Airlines lief dank der Vorbuchung des Übergepäcks vollkommen unproblematisch und alle Gepäckstücke kamen unbeschädigt in Kairo an. Auch die berühmt berüchtigen Taxifahrer am Kairoer Flughafen hatten einen guten Tag erwischt. Nach wenigen Minuten waren die Preisverhandlungen abgeschlossen und der Taxifahrer manövrierte uns geschmeidig durch das unsägliche Verkehrchaos. Unsere Hotelauswahl entpuppte sich als Volltreffer – ruhig und zentral gelegen mit Dachterasse und Bierausschank. Besser geht es nicht!

Die 20 bis 25 Millionen Einwohnermetropole präsentierte sich wie erwartet: laut, hecktisch, bunt, sehenswert, abschreckend, spannend. Man kann es gut finden oder hassen. Wir tendieren zum ersten. Überrascht waren wir jedoch vor allem über zwei Dinge: die große Hilfsbereitschaft der Menschen und die kaum vorhandenen europäischen Touristen.

Auf unseren zahllosen U-Bahnfahrten mit der Kairoer Metro standen wir in schöner Regelmäßigkeit im Mittelpunkt des Interesses der anderen Fahrgäste. Es dauerte nicht lange bis wir von irgendjemand angesprochen wurden und das Gespräch für die übrigen Fahrgäste simultan ins Arabische übersetzt wurde. Großes Kino!

Hürde 2: Sudanesische Botschaft

Al Azhar Moschee in KairoDie Visabeantragung passt am besten in die Kategorie „spezielle Erfahrungen“. Trotz schwer nachvollziehbarar “ Verwaltungsverfahrensprozesse“ waren wir nach fünfstündiger Wartezeit und einem Obulus von 150 $ pro Nase stolze Besitzer eines Sudanvisums. Jedoch war für uns nicht erkennbar, bis wann wir einreisen müssen, geschweige denn, wie lange unser Visum überhaupt gültig ist. Da der Botschaftsangestellte kein Englisch sprach oder mit uns nicht kommunizieren wollte, mussten wir auf eine der zahlreichen Bekanntschaften zurückgreifen, die wir in den letzten fünf Stunden gemacht hatten. Ich entschied mich für den lybischen Lehrer, der machte einen seriösen und patenten Eindruck. Er fand heraus, dass das Visum ab sofort für zwei Monate gültig sei – das passt!

Hürde 3: Kairo – Alexandria mit besagtem Gepäckberg

Rushhour in AlexandriaWir haben uns für das Transpotmittel Zug entschieden. 1. Klasse Air Condition für knapp 3 €, wie Köln HBF – Köln-Ehrenfeld. Unterschied: 250 km zu 5 km. Zudem konnte Egytian Railways noch in einer anderen Angelegenheit punkten. Es gab überall Träger, die einem für kleines Geld das ganze Gepäck vom Taxi an den vorreservierten Zugplatz trugen. Zudem war auch noch ausreichend Stauraum vorhanden. Ohne einen Tropfen Schweiß zu verlieren erreichten wir unser Hotel in Alexandria.

 

Verglichen mit Kairo wirkt auf uns das 5 Mio Einwohnerstädtchen Alexandria wie ein Luftkurort mit mediteranem Flair. In den nächsten Tagen werden wir hier beschäftigt sein, um unsere Moppeds aus dem Zoll zu bekommen. Eine Sache macht uns bereits jetzt zu schaffen: Wir haben noch keine Dachterrasse mit Bierausschank entdeckt!

 

 

 

 

 

8 Kommentare bei „Welcome to Egypt“

  1. Ich koennte ewig weiter lesen 🙂

  2. Du schreibst schön Jutta!!

    1. Danke schön, aber für diesen Post gehen die Blumen an Markus 🙂

  3. Guten Morgen, sehr schön, die guten alten englischen Züge.
    War das Bier denn gar kalt und vom Fass?
    Gruß aus dem dunklen, kalten und nassen Norden (Österreich und Italien, wo ihr durch seit, haben gerade ziemliche Probleme mit Regen und Schnee).
    M.

  4. Die 4. Hürde mit dem Bierausschank schafft Ihr auch noch :o)

  5. grüße an ramses und gut holz!

  6. Zitat: „Auf unseren zahllosen U-Bahnfahrten mit der Kairoer Metro standen wir in schöner Regelmäßigkeit im Mittelpunkt des Interesses der anderen Fahrgäste. Es dauerte nicht lange bis wir von irgendjemand angesprochen wurden und das Gespräch für die übrigen Fahrgäste simultan ins Arabische übersetzt wurde. Großes Kino!“

    Suuuuper, ich kann gerade das amüsierte Lachen in euren Gesichtern sehen! 😀
    Wünsche euch eine tolle und sichere Reise!

    1. Danke! 🙂

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